CfP Workshop “Multilokal Wohnende: vom gut integrierten Privilegierten bis zur wenig integrierten Benachteiligten”

Bern_luftaufnahmeIm Rahmen des Kongresses der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie vom 26. bis 28. Juni 2013 an der Universität Bern
Call for Paper für den Workshop
Multilokal Wohnende: vom gut integrierten Privilegierten bis
zur wenig integrierten Benachteiligten
Forschungskomitee „ Multilokales Wohnen in der Schweiz“
(SNF-Forschungsprojekt)
Multilokales Wohnen umfasst spezifische Form der Lebensgestaltung, welche sich durch
das Wohnen an mehreren Orten auszeichnen. Das Phänomen hat etliche historische
Vorläufer, sodass es nicht als exklusiv spätmodern zu qualifi zieren ist. Zudem sind v. a. im
Kontext der existenziellen Lebensabsicherung zahlreiche Ausprägungen in Gesellschaften
der Länder des Südens zu beobachten.
Neu indes erscheint, dass sich multilokale Arrangements in Wechselwirkung mit Prozessen
und Bedingungen der Gegenwartsgesellschaft (u. a. Individualisierung, Pluralisierung
von Lebensstilen und Haushaltsformen, Flexibilisierung der Arbeitswelt, Lebensstandard,
mobile Kommunikationstechnologien) potenzieren und weitreichende Implikationen für
die individuelle Lebensführung und gegenwärtige Vergesellschaftung haben.
Das multilokale Wohnen wird einerseits als Option ökonomisch Privilegierter
wahrgenommen, in der Schweiz etwa in der aktuellen Debatte um alpine und städtische
Zweitwohnsitze, welche den Druck auf Immobilienmärkte verstärken und dadurch soziale
Disparitäten weiter verschärfen.
Andererseits ist das multilokale Wohnen aber oftmals auch mit Zwängen und
Benachteiligungen verbunden. Nicht selten bleibt den ArbeitnehmerInnen wenig anderes
übrig als eine Stelle in weiter Distanz zum Lebensmittelpunkt anzunehmen und damit zur
oder zum multilokal Wohnenden zu werden.
Multilokal Wohnende sind ganz unterschiedlich stark mit ihren Wohnorten verbunden
und in die jeweiligen lokalen Gesellschaften integriert. Sie können an einem der Orte, an
allen oder auch an keinem „beheimatet“ sein.
Wichtig für die soziale Integration erscheinen u. a. der Umgang mit den Orten, den
sozialen Zusammenhängen und den räumlichen Distanzen, wofür u. a. das raumbezogene
Handlungsvermögen eine zentrale Ressource ist.
Für den Workshop sind empirische, konzeptionelle und theoretische Beiträge erwünscht,
welche Aspekte sozialer Ungleichheit sowie sozialer Integration vor Ort(-en) von multilokal
Wohnenden thematisieren.
Ein Workshop dauert zwei Stunden und beinhaltet vier bis sechs Beiträge. Wenn Sie
einen Beitrag zum Workshop-Thema “Multilokal Wohnende: vom gut integrierten
Privilegierten bis zur wenig integrierten Benachteiligten” beisteuern möchten, bitten
wir Sie um Einreichung Ihres Beitrags mit Titel, Abstract (maximal 2000 Zeichen) und
Ihren persönlichen Angaben (Name, Institution/Organisation, Adresse und E-Mail). Im
Abstract sollten die notwendigen Informationen zur Fragestellung, dem Theorie- und
Forschungskontext, dem methodischen Vorgehen und den Ergebnissen enthalten sein.
Geben Sie zusätzlich Keywords und maximal zehn bibliographische Referenztitel an.
Der Beitrag ist bis zum 28. Februar 2013 per E-Mail an die Kontaktadresse zu senden:
c.duchene>@<<unibas.ch, hilti>@<<arch.ethz.ch oder helmut.schad>@<<hslu.ch.
Die Entgegennahme und Auswahl der Workshop-Beiträge liegt in der Verantwortung der
Workshop-Organisatoren.

Call_For_Workshop_MultilokalWohnende_SGSBern2013duchenelacroixHiltiSchad.pdf

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2 Responses to CfP Workshop “Multilokal Wohnende: vom gut integrierten Privilegierten bis zur wenig integrierten Benachteiligten”

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