Workshop – Multilokal Wohnende: vom gut integrierten Privilegierten bis zur wenig integrierten Benachteiligten

Workshop B06:
B06 – Multilokal Wohnende: vom gut integrierten Privilegierten bis zur wenig integrierten Benachteiligten
Zeit: Donnerstag, 27.06.2013: 16.00 – 18.00 Ort: HG 208 Organisator/en: Cédric Duchêne-Lacroix, Nicola Hilti, Helmut Schad

Abstract

In den letzten Jahren hat sich der mobilitätsbiografische Ansatz in der Verkehrsforschung etabliert. Dabei werden die von Personen zurückgelegten Wege im Kontext ihres Lebenslaufs verstanden. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen von lebenslaufspezifischen Schlüsselereignissen, Lernprozessen und Sozialisation auf die tägliche Mobilität.

Multilokales Wohnen lässt sich als spezifische Form der Kombination von Sesshaftigkeit und räumlicher Mobilität auffassen, die in vielfältigen Formen auftritt und in der Regel an bestimmte Lebensphasen gekoppelt ist. Damit stellt Multilokalität ein wichtiges Element einer Mobilitätsbiografie dar. Sie hat gravierende Auswirkungen auf die Organisation von Aktionsräumen, sozialen Netzwerken und räumlicher Mobilität.

Multilokalität erfordert Kompetenzen und Ressourcen, die sozial ungleich verteilt sind, und setzt diese im Sinne von (individuellen oder haushaltsbezogenen) ökonomischen, sozialen oder psychologischen Nutzen ein. Deshalb ist zu erwarten, dass Multilokalität bestehende soziale Ungleichheiten weiter verstärkt. Der Beitrag stellt die Forschungsfelder Multilokalität und Mobilitätsbiografien zueinander in Beziehung und diskutiert die Hypothese der verstärkenden Wirkung auf soziale Ungleichheit.

Programm:

Beitrag 1: Mobilitätsbiografien und Multilokalität – Mobilität und soziale Ungleichheit. Referent/in: Joachim Scheiner,Technische Universität Dortmund

Beitrag 2: Von Berufsanfängern und Beratern – Berufsbedingt multilokal Wohnende und soziale Ungleichheit. Referent/in: Cornelia Tippel, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS)

Beitrag 3: Wie gehen chinesische Wanderarbeiter mit Multilokalität um? Referent/in: Einhard Schmidt-Kallert, Technische Universität Dortmund

Beitrag 4: Multilokalität zwischen Privileg und Prekariat: Zur Arbeitspraxis und Lebensführung freier KünstlerInnen. Referent/in: Anna Lipphardt,Universität Freiburg i.Br.

Beitrag 5: Diversität im Modernisierungsdiskurs der Stadtentwicklung. Referent/in: Christian M. Peer

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