Fernpendler als wichtiger Bestandteil der Erdöl- und Erdgasförderung

Book_of_Abstracts_LOMContemporary Issues in long-distance commute work in the extractive industries and other sectors

Symposium at the University of Vienna, 8-10th July 2013

<<Wien als einem der drei wichtigsten Uno-Zentren neben New York und Genf finden bekanntlich regelmäßig verschiedene internationale Konferenzen statt, vor allen Dingen auf solchen Gebieten wie Politik, Wissenschaft, Bankwesen, Medizin oder Wirtschaft. Vom 8. bis zum 10. Juli wurde in den Räumen der Kunsthalle auf dem Karlsplatz zum ersten Mal eine international besetzte Konferenz durchgeführt, die einem sehr interessanten und zugleich selten behandelten Thema gewidmet war. Unser europäischer Korrespondent Igor Below berichtet aus Wien über die Einzelheiten dieses Expertentreffens.

Das Thema der von der Geographiefakultät der Wiener Universität organisierten Konferenz war „Aktuelle Probleme der Fernpendlermethode bei der Arbeit in der Erdöl und Erdgas fördernden Industrie“. Daran nahmen etwa 50 Wissenschaftler aus Russland, Kanada, Australien, Norwegen, Deutschland, Polen und dem Gastgeberland Österreich statt. Fernpendeln als Begriff wird in der deutschen Sprache auch für Montagearbeit verwendet und in der russischen Sprache als „wachtowyj metod“. In der damaligen Sowjetunion wurde das Fernpendeln zwecks der Bereitstellung von Arbeitskräften in der Petroleumindustrie in Westsibirien und Nordosten des riesigen Landes bereits seit der zweiten Hälfte der 1960er Jahre realisiert. Eine mobile und multilokale Lebensweise ist das zentrale Charakteristikum des Fernpendelns. So reisen Menschen Hunderte bis Tausende Kilometer, um zu ihren Arbeitsplätzen überwiegend im Norden zu gelangen. Sie leben dort in stationären oder mobilen Siedlungen für die Zeit von einer Woche bis hin zu oft drei Monaten, um dann wieder für eine Zwischenschicht, die zwischen einer Woche und einem Monat dauern kann, zu Hause bei ihrer Familie zu sein. Diese Lebens- und Beschäftigungsart wird natürlich überdurchschnittlich entlohnt, bringt aber zusätzliche soziale und oft auch private Schwierigkeiten mit sich. Gerade diese Aspekte wurden bei der Konferenz anhand vieler konkreter Beispiele besprochen.>>

Fortsetzung hier:

* Abstracts der Veranstaltung (u.a. mit Michaela Schier)

* Radio : Europäische Reportage : Stimme Russlands (Auszug in diesem Post)

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