Internationaler Workshop „Multilokale Residentialität, Stadt- und Raumplanung” 11/09/2013

1308_12_baselPin (1)mfInternationaler Workshop: „Multilokale Residentialität, Stadt- und Raumplanung“

Multilokale Residentialität, die in jüngerer Zeit an Bedeutung gewinnt und auch zunehmend in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, praktizieren Menschen auf unterschiedliche Weise. Dabei geht es nicht nur um Eigentümer von Zweitwohnsitzen, sondern auch um berufsbedingte Wochenendpendler, „Neonomaden“, „LAT-couples“ (jeder-Zuhause-Paare), in getrennten Haushalten aufwachsende Kinder und in Wohngemeinschaften lebende Studierende – seien es regulär Angemeldete oder Personen, die informell an verschiedenen Orten wohnen. Multilokale Residentialität wurde bisher noch sehr wenig erforscht. Die Diskussion um die Schweizer Volksinitiative „Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen!“ hat gezeigt, dass man auch über diese Sub-Thematik der Multiresidentialität nur wenig wusste.

Diese zeitweiligen Wohnpraktiken an verschiedenen Standorten haben gesellschaftliche Auswirkungen – sowohl für den Zusammenhalt in der Familie (Thema unserer vorherigen Workshopsitzung in Freiburg/Bsg) wie auch auf lokaler Ebene (z.B. lokale Partizipation). Zudem schaffen sie Bedürfnisse und stellen Ansprüche an die Infrastruktur in puncto Verkehr, Wohnen und Dienstleistungen (Kinderbetreuung, Einkaufen, Öffnungszeiten der Verwaltung usw.). Sind sie mit den existierenden Infrastrukturen vereinbar, die für ein monolokales Wohnen konzipiert wurden? Sie verändern die Schemata der Raumplanung, kollidieren mit politisch-territorialen Konzeptionen, mit lokal zentrierten Dienstleistungen sowie im Fall von „naturnahen Gebieten“ mit den Vorstellungen einer „natürlichen“ Landschaft.

Einige wachsende Formen der Multiresidentialität sind der Ausdruck von gesellschaftlichem Wandel. Ist die Wohnmultilokalität dennoch gut für die Gesellschaft? Sollte man also das Wachstum des Wohnmultilokalitätsphänomens verhindern oder diese immer bedeutendere Form der Lebensführung mit Sondermaßnahmen begleiten?

Programm/Programme

 09:15       Begrüssung/Bienvenue

Dr. Cédric Duchêne-Lacroix, Seminar für Soziologie, Universität Basel, Schweiz

09:30       La résidence secondaire à Paris : un exemple de multirésidentialité à l’heure de la globalisation

Dr. Sophie Chevalier Hart, LASA-UFC, Université de Franche-Comté, Besançon et Dr. Emmanuelle Lallement, Celsa, Paris-Sorbonne, France

11:00       Urbane Multilokalisierung in den Bergen

PD Dr. Manfred Perlik, Institute for Regional Development and Location Management Eurac, Bolzano-Bozen, Italien / Centre for Development and Environment, Universität Bern, Schweiz

12:00       Multilokales Wohnen in der HafenCity Hamburg – Fluch oder Segen?

Dr. Marcus Menzl, HafenCity Hamburg GmbH, Deutschland

13:00       Pause

14:30       „Relevanz multilokaler Phänomene in der Stadtentwicklung  – Ergebnisse aus Expertenbefragungen in Nordrheinwestfalen

Andrea Dittrich-Wisbauer und Cornelia Tippel, ILS – Institut für Landes- u. Stadtentwicklungsforschung, Dortmund, Deutschland

15:30       Pause

16:00       Podiumdiskussion/Table ronde

  • “Empirische Befunde für die Schweiz”; Dr. Nicola Hilti, Forscherin am Wohnforum der ETH Zürich, Schweiz
  • “Immobilienmarkt”; Hans Rudolf Hecht, Inhaber und Geschäftsführer des Hecht IMMO Consult AG, Basel, Schweiz
  • “Raumplaner, Stadtviertelmanagement”; Dr. Marcus Menzl, HafenCity Hamburg GmbH, Deutschland
  • “Französische Perspektive, Stadtsoziologie”; Prof. Dr. Maurice Blanc, Université de Strasbourg, Frankreich

18:00       Ende/fin

Anmeldung bei der Organisation (c.duchene_AT__unibas.ch) bis zum 5. September 2013

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